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Der Abriss der drei Schornsteine in Gera beginnt kommende Woche

LEG und Stadt schaffen mit Abbruch Platz für neues Industriegebiet

Erfurt - Jetzt wird’s ernst für die drei Schornsteine an der A4 in Gera: Die Firma TVF Altwert aus Lübbenau beginnt in der kommenden Woche mit dem äußeren Abriss der 220 Meter hohen Bauwerke. Auf eine der Essen, die von Fachleuten als "S 1" bezeichnet wird, gelangt jetzt eine Abbruchbühne, mit welcher der Rückbau erfolgen soll. Bis zum Frühjahr 2010, so lautet die Planung, sollen die drei "Riesen" an der Autobahn A4 verschwunden sein. "Mit dem Abriss schaffen wir Platz für ein neues Industriegebiet, welches mit seiner verkehrsgünstigen Lage ein Anziehungspunkt für Investoren mit Arbeitsplätzen werden soll", sagte Andreas Krey, Geschäftsführer der LEG, im Vorfeld der Arbeiten. Maßnahmeträger ist die Stadt Gera, die mit der LEG einen Entwicklungsvertrag für den Standort abgeschlossen hat.

In den vergangenen Monaten hatten die Arbeiter der Firma TVF, die im Auftrag der LEG arbeitet, den dünneren der drei Schornsteine ("S 3") vollständig entkernt. Nachdem diese Arbeiten für Beobachter kaum sichtbare Folgen zeitigten, wird der Abbruch in den kommenden Monaten auch äußerlich gut nachvollziehbar sein. TVF wendet eine Technik an, bei der sich die Arbeitsbühne, die auf acht "Teleskop-Beinen" steht, langsam nach unten "knabbert". Sie wird jetzt auf der Krone des Schornsteins "S 1" installiert; mit dem Abbruch der obersten Bestandteile des Schornsteins verankern sich ihre "Beine" jeweils auf den entstehenden "Stümpfen", so dass die Maschine Stück für Stück nach unten gelangt. Eine zweite Arbeitsbühne, die ab Juni zur Verfügung steht, wird zu diesem Zeitpunkt mit dem Abbruch des dünneren "S 3" beginnen. Sind "S 1" und "S 3" bis auf 70 Meter reduziert, erfolgt ein "konventioneller" Abbruch der Stümpfe mit einem Abbruchbagger. Zuletzt ereilt den Schornstein "S 2" das Schicksal seiner "Nachbarn" - er soll bis Frühjahr 2010 verschwunden sein.

Der Abriss schafft die Grundlage für ein 3,4 Hektar großes Industriegebiet, welches Gera im Standortwettbewerb um eine Angebotsoption bereichern wird. Insgesamt rund sechs Millionen Euro werden in die Entwicklungsmaßnahme investiert; ein Großteil davon sind Bund-Länder-Fördermittel zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Die drei Schornsteine gehörten zum früheren "Heizkraftwerk Nord". Für ihre Nachnutzung konnte in den vergangenen Jahren kein finanziell tragbares Konzept vorgelegt werden.

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