Erfurter Kreuz lockt Investoren!

- Industriegebiet Erfurter Kreuz
Im Rahmen einer Analyse möglicher Großflächenstandorte in Thüringen wurde das Erfurter Kreuz als der am besten geeignete und im europäischen Maßstab konkurrenzfähigste Standort für großflächige Ansiedlungen identifiziert. Dabei wurden folgenden Kriterien zugrunde gelegt:
- zusammenhängende, ebene Fläche von mind. 100 ha,
- räumliche Nähe zu einem oder mehreren Agglomerationsräumen und/oder Oberzentrum,
- verkehrsgünstige Lage zu BAB, Flughafen, Schienennetz der DB AG,
- Nähe zu Hochschulstandorten,
- gute Arbeitskräfteverfügbarkeit in der Region,
- regionalpolitische Bedeutung (möglichst A-Fördergebiet),
- Vorhandensein attraktiver weicher Standortfaktoren.
In einem ersten Bauabschnitt hat die LEG am Standort Erfurter Kreuz Grundstücke mit einer Gesamtnettofläche von 126 Hektar baureif erschlossen. Der Standort ist auf bis zu 318 Hektar erweiterbar. Die Erschließung weiterer Flächen erfolgt in Bauabschnitten bzw. bedarfsgerecht entsprechend den Anforderungen der Investoren.
Aufgrund der Größe und Komplexität des Standortes mussten bei der Vorbereitung und Durchführung der Entwicklungsmaßnahmen zahlreiche, teils sehr spezifische, Probleme gelöst werden. Beispielhaft seien genannt:
- Infrastrukturellen Rahmenbedingungen ermitteln
- Voraussetzungen schaffen für eine optimale verkehrstechnische Anbindung und bedarfsgerechte Ver- und Entsorgung des Standortes mit verschiedensten Medien
- Entwicklungsstrategie festlegen und fortschreiben, dies erfolgt in Abhängigkeit der verfügbaren, benötigten Grundstücke sowie der Anforderungen ansiedlungsbereiter Unternehmen
- Klärung von landesrechtlichen sowie regional- und städteplanerischen Voraussetzungen zur Schaffung des Baurechts
- Belange des Umwelt- und Naturschutzes umfassend berücksichtigen
- Verhandlungen führen mit Landesregierung, Behörden, Kommunen und Zweckverbänden, um die förderrechtskonforme Abwicklung der Planungs- und Bauleistungen zu sichern
Ein paar Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit zeigen, dass sich das Industriegebiet Erfurter Kreuz zu einem bedeutenden Standort in Thüringen entwickelt hat:
Die Masdar-Gruppe aus Abu Dhabi hat ein Werk zur Herstellung von Dünnschicht-Solarzellen, südlich der Landeshauptstadt Erfurt errichtet. Die Masdar-Gruppe investierte rund 140 Millionen Euro, plant 150 Arbeitsplätze und wird von Thüringen aus auch mit Forschungskapazitäten ihr Großprojekt zur Errichtung einer Öko-Stadt bei Abu Dhabi vorantreiben. Auf den Standort Erfurter Kreuz setzt auch das japanisch-deutsche Joint Venture IHI Charging Systems International GmbH. Das Gemeinschaftsunternehmen investiert 45 Millionen Euro in ein Werk, in dem künftig 400 Arbeitskräfte hochmoderne Turbolader für Diesel- und Benzinmotoren fertigen werden.
Auch der Thüringer Solarzellen-Hersteller Bosch Solar Energy AG (ehemals ersol) feierte kürzlich die Grundsteinlegung für eine neue Fertigungsstätte mit einem Investitionsumfang von 530 Millionen Euro. Produktionsstart der kristallinen Solarzellen und Module ist 2010, langfristig geplant sind 1.100 neue Arbeitsplätze. Schrittweise soll im neuen Werk die Jahresproduktion auf 90 Millionen Wafer erhöht werden, damit ließe sich theoretisch eine Stadt von der Größe Erfurts komplett mit Strom versorgen.
Das größte und modernste europäische Instandhaltungswerk für Flugzeugtriebwerke betreibt N3 Engine Overhaul Services am Erfurter Kreuz, ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa Technik und Rolls Royce. Den Ausschlag für die Standortentscheidung gaben in erster Linie die ausgezeichnete Logistik, die wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen und die qualifizierten Arbeitskräfte. So begründete der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, Wolfgang Mayrhuber, die Entscheidung für Arnstadt damit, dass es im Umfeld viele hochqualifizierte Maschinenbauer und Werkzeugmechaniker gebe. „Ich kann all unseren Geschäftspartnern nur empfehlen, hier in Thüringen zu investieren. Es ist ein Standort erster Güte". Die Impulse, die von der Ansiedlung ausgehen, sind für den Standort Deutschland und das Land Thüringen von großer Bedeutung. Dies hoben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Dieter Althaus bei der feierlichen Grundsteinlegung 2006 hervor.
Weitere Informationen
Lage und Anbindung
Flächen und Nutzung
Unternehmen am Standort
Ihr Ansprechpartner
Josef Maier
Projektleiter
Abteilung: Standortmanagement Industrie, Gewerbe und Konversion



