Sonderabfalldeponie (SAD) Wintersdorf

Anfang Oktober 2014 fiel der Startschuss für die Modernisierung der ehemaligen Sonderabfalldeponie in der Gemeinde Wintersdorf im Altenburger Land. Bis Ende 2016 soll die einstige Mülldeponie vollständig saniert und die Fläche renaturiert sein. Mit den Sanierungsarbeiten beauftragt wurde die Heilit Umwelttechnik GmbH aus Düsseldorf. Die Gesamtkosten für die Arbeiten belaufen sich auf voraussichtlich rund 6 Millionen Euro, die mit Hilfe von Landesmitteln gedeckt werden.

SAD Wintersdorf
Webcam Sonderabfalldeponie Wintersdorf (Hinweis: Die Ansicht wird stündlich aktualisiert)


Die ehemalige Sonderabfalldeponie misst rund 16 Hektar, liegt 500 Meter östlich der Gemeinde Wintersdorf und fasst zwischen 400.000 und 700.000 Kubikmeter Müll. Ehemalig als Braunkohlegrube genutzt, wurde sie bis 1989 zur Beseitigung unterschiedlicher Schadstoffe genutzt. Nach ihrer Stilllegung im Jahr 1992 wurde die Rekultivierung beschlossen.

Um die Gefahr einer Grundwasserverunreinigung zu beseitigen, wird die Heilit Umwelttechnik GmbH - welche Ende 2014 in die STRABAG Umwelttechnik GmbH umfirmiert wurde - in den nächsten Monaten zunächst damit beginnen, die Müllablagerungen in den tieferen Schichten der ehemaligen Deponie in höhere umzulagern. Anschließend werden die tief liegenden Bereiche mit unbedenklichem Erdreich verfüllt und die Ablagerungen darüber durch mehrere Sicherungsschichten so versiegelt, dass künftig keine Schadstoffe mehr in den Grundwasserbereich eindringen können. Das Vorhaben wird vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) begleitet und finanziert.

Hintergrund:

Im Jahr 2004 übertrug die Stadt Altenburg die Deponie der Thüringer Sonderabfalldeponie Gesellschaft (TSD mbH), einer Tochtergesellschaft der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG Thüringen). Im Frühjahr 2014 erhielt die TSD mbH vom Thüringer Landesverwaltungsamt (TLVwA) die Genehmigung zur Sanierung. Seitdem laufen die umfassenden Vorbereitungen für die nun beginnenden Sicherungs- und Rekultivierungsmaßnahmen.